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29.10.2026

CDL-PM: Neue Suizidzahlen geben Anlass zu großer Sorge

Die Ergebnisse der jüngst vom statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zeigen erneut einen Anstieg der Suizide. Hierzu nimmt die stellvertretende Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Odila Carbanje, wie folgt Stellung:

„Seit dem Jahr 2021 haben sich die Suizide in Deutschland von 9215 auf 11334 im Jahr 2025 erhöht. Auffällig ist, dass gerade Menschen im höheren Alter zunehmend davon betroffen sind. In der Altersgruppe ab 65 Jahren stiegen die Suizide vom Jahr 2024 auf das Jahr 2025 um 558 auf insgesamt 5510 Fälle. 64 Prozent der durch Suizid verstorbenen Frauen waren 2025 mindestens 60 Jahre alt und älter.

Wie hoch der Anteil dabei auf den sogenannten assistierten Suizid zurück geht, lässt sich nicht genau sagen, da sie in der bundesweiten Todesursachenstatistik nicht gesondert ausgewiesen werden, doch die gemeldeten Zahlen von Suizidhilfeorganisationen lassen einen ziemlichen Anstieg erkennen. Hauptsächlich nehmen ältere Frauen diese Art des Suizides in Anspruch.

Die Christdemokraten für das Leben fordern die Bundesregierung auf, assistierte Suizide bundesweit und unabhängig zu erfassen und ein Verbot von Sterbehilfevereinen auf den Weg zu bringen.

Gleichzeitig muss endlich die Suizidprävention mehr gefördert werden. Dazu gehört ein flächendeckender Ausbau der psychosozialen Krisenberatung. Hilfe muss niederschwellig und wohnortnah erreichbar sein. Auch telefonische und Onlineberatungen können erste Anlaufstellen sein. In Zeiten von zunehmenden wirtschaftlichen Existenzängsten und einer Vereinsamung von alleinstehenden, gerade älteren Menschen, darf der Suizid, erst recht nicht der organisierte Suizid eine Antwortmöglichkeit sein.“

Ergänzende Informationen:

Auswertung: Suizidzahlen steigen auf höchsten Stand seit 1998
CDL-meldung 27.10.26