27.10.2026
Auswertung: Suizidzahlen steigen auf höchsten Stand seit 1998
Das Nationale Suizidpräventionsprogramm für Deutschland (NaSPro) und die Deutsche Akademie für Suizidprävention (DASP) haben die Todesursachenstatistik für 2025 ausgewertet. Der starke Anstieg der Suizide bei Frauen und die deutliche Zunahme medikamentenbezogener Todesfälle werfen die Frage auf, welchen Anteil die wachsende Zahl assistierter Suizide an dieser Entwicklung hat.
Wie das NaSPro in einer Pressemitteilung vom 27.10.26 dazu ausführte, starben 2025 in Deutschland 11.334 Menschen durch Suizid. Das sind 962 mehr als im Vorjahr, was einem Plus von 9,3 Prozent entspricht, und so viele wie seit 1998 nicht mehr. Nach einem jahrzehntelangen tendenziellen Rückgang ist die Zahl der Suizide seit 2020 um rund 23 Prozent gestiegen. Im Februar 2020 hatte das Bundesverfassungsgericht das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung aufgehoben.
Die Suizide bei Frauen nahmen um 17,9 Prozent zu, bei Männern um 5,8 Prozent. Auf Frauen entfallen laut dem NaSPro 530 der 962 zusätzlichen Todesfälle. Bei Frauen geht die Zunahme nahezu vollständig mit einem Anstieg medikamentenbezogener Suizide einher.Hier wurden 520 zusätzliche Todesfälle registriert. Auch die Suizide im höheren Lebensalter und die Zahl der assistierten Suizide nehmen demnach weiter zu.
Mehr dazu in der ausführlichen Pressemitteilung.
Weitere Informationen:
Suizidzahlen steigen auf höchsten Stand seit 1998 – besonders starker Anstieg bei Frauen
Pressemitteilung Nationales Suizidpräventionsprogramm für Deutschland (NaSPro) und Deutsche Akademie für Suizidprävention (DASP), 27.10.26 (PDF-Format)





