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02.09.2021

Statements einiger CDU-Bundestagskandidaten zum Lebensrecht

Die CDL hat die CDU/CSU-Bundestags-Kandidatinnen und -Kandidaten im Vorfeld der anstehenden Bundestagswahl am 26.09.2021 angeschrieben und um ein kurzes Statement zum Lebensrecht gebeten, im besten Fall in einem Satz. Nachfolgend finden Sie die eingegangenen Antworten dazu.

Veronika Bellmann

Veronika Bellmann„Für mich gilt immer noch der Satz von Martin Luther: Wenn du ein Kind siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt. In einem Kind wird die ganze Liebe Gottes zu seiner Schöpfung deutlich und das Schönste ist, wir Menschen können diese Liebe weiterschenken, die uns persönlich aus der freien Entscheidung unserer Eltern geschenkt wurde.

Daraus leitet sich für mich nicht nur ein universales Lebensrecht ab, sondern insbesondere das einer Fürsorgepflicht für das Leben als einem Geschenk Gottes wunderbarer Schöpfung.“

Veronika Bellmann, MdB, Wahlkreis Mittelsachsen, CDL-Bundesvorstandsmitglied


Silvia Breher

Silvia Breher„Eine Lockerung des Lebensschutzes wird es mit mir nicht geben. Das Leben ist das größte Gut, was wir haben – das hat das Bundesverfassungsgericht in der Debatte um § 218 StGB höchstrichterlich klargestellt. Wichtig bleibt aber, dass wir das Informationsangebot und den Informationsfluss für die Frauen weiter stärken.“

Silvia Breher, MdB, CDU-Direktkandidatin für den Bundestagswahlkreis 32 Cloppenburg-Vechta (Oldenburger Münsterland)




Michael Frieser

Michael Frieser„Das christliche Menschenbild verpflichtet uns zum Schutz des menschlichen Lebens von seinem Beginn bis zum Ende – links-grünen Angriffen auf den Schutz des ungeborenen Lebens stelle ich mich ebenso entschieden entgegen wie der Verklärung assistierter Suizide als vermeintlich höchste Form der Autonomie.“

Michael Frieser, MdB, Justiziar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, direkt gewählt in Nürnberg-Süd und Schwabach




Paul Ziemiak

Paul Ziemiak„Beim Schutz des Lebens in allen Phasen leitet mich das christliche Menschenbild als unverrückbarer Kompass.“

Paul Ziemiak, MdB, Generalsekretär der CDU (Wahlkreis Märkischer Kreis II)






Sylvia Pantel

Silvia Pantel„Den Schutz des ungeborenen Lebens und die Selbstbestimmung der Frau sollten wir nicht gegeneinander ausspielen. Ungeborene Kinder besitzen Menschenwürde und Grundrechte. Deshalb wollen CDU und CSU das Werbeverbot für Abtreibungen und die Schwangerschaftskonfliktberatung beibehalten.

Denn die Beratung eröffnet Perspektiven für ein Leben mit dem Kind. Das persönliche Gespräch ist sehr wichtig.“

Sylvia Pantel, seit 2013 direkt gewählte Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete, Mitglied im Familienausschuss, erneut Direktkandidatin im südlichen Düsseldorfer Wahlkreis (107)


Stephan Pilsinger

Stephan Pilsinger„Als Arzt und Politiker ist es mir ein Kernanliegen, dass der Schutz der Familie und des ungeborenen Lebens in den Fokus der Politik rückt.

Auch in der kommenden Legislaturperiode möchte ich mich nach Kräften dafür einsetzen, dass der Lebensschutz nicht weiter ausgehöhlt wird und Familien in Konfliktsituationen unterstützt werden, um sich im Zweifel für das ungeborene Leben zu entscheiden.“

Stephan Pilsinger, MdB, Wahlkreis 220 (München West/Mitte)





Elisabeth Winkelmeier-Becker

Elisabeth Winkelmeier-Becker„Die Union hält die bestehende Beratungslösung der §§ 218 ff. StGB angesichts der schwierigen Konfliktlage bei ungewollter Schwangerschaft insgesamt für richtig und strebt hier keine Änderung an. Der Schutz des ungeborenen Kindes, aber auch die Bewältigung der Konfliktsituation der Frau stehen für uns im Mittelpunkt. § 219a – das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche wollen wir erhalten.“

Elisabeth Winkelmeier-Becker, MdB, Wahlkreis Rhein-Sieg-Kreis I




Bettina Wiesmann

Bettina Wiesemann„Das Kind im Mutterleib ist Grundrechtsträger und zugleich besonders schutzwürdig, weil es sich selbst nicht schützen kann. Die Konstruktion des § 218 – Abbruch verboten, aber bei Beratungsnachweis unter bestimmten Bedingungen, besonders einer auf das Leben orientierten Beratung, straffrei – trägt dieser nicht aufzulösenden Spannung Rechnung und gibt dem Leben von Mutter UND Kind größtmögliche Chancen. Deshalb haben wir die Verpflichtung, Schwangere bestmöglich zu beraten und dabei auf unser hochentwickeltes Hilfesystem zu verweisen. [...]

Manches kann und sollte hier noch verbessert werden, etwa die soziale Absicherung von Alleinerziehenden oder ein wirksames Unterhaltsrecht entsprechend der Verantwortung der Väter. Zu den unverzichtbaren Angeboten gehören auch die Freigabe des Kindes zur Adoption und die vertrauliche Geburt, die überall möglich sein muss.“

Bettina Wiesmann, MdB, Wahlkreis 183 (Frankfurt II)


Dr. Thomas Gebhart

Dr. Thomas Gebhart„Als Christdemokrat bejahe ich das Leben und akzeptiere, dass es Konfliktsituationen geben kann. Die aktuelle Rechtslage (§ 218 und 219a StGB) soll daher erhalten bleiben. Sie schützt ungeborenes Leben und bietet durch die obligatorische Beratung einen respektvollen Rahmen für Frauen, die eine Schwangerschaft als Konfliktsituation erleben.“

Dr. Thomas Gebhart, MdB, Wahlkreis Südpfalz






Hubert Hüppe

Hubert Hüppe„Ich stehe für die Würde eines jeden Menschen von der Befruchtung bis zum natürlichen Tod. Kern der Würde ist das Lebensrecht.

Ich trete dafür ein, dass gerade die schwächsten Menschen vom Staat geschützt und unterstützt werden. Ich werde mich niemals mit der Tötung von ungeborenen, kranken oder behinderten Menschen abfinden.“

Hubert Hüppe, stellv. Bundesvorsitzender der CDL, Kandidat für den Wahlkreis Unna I




Patrick Schnieder

Patrick Schnieder„Ein Kernanliegen meiner Politik: Konsequenter Lebensschutz vom Beginn des menschlichen Lebens (d. h. ab der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle) bis zum Lebensende.“

Patrick Schnieder, MdB (Wahlkreis Bitburg)






Dr. Astrid Mannes

Dr. Astrid Mannes"Das Grundgesetz verpflichtet uns zum Schutz des Lebens, von seiner Entstehung bis zum Lebensende. Dem muss der Staat, muss die Politik Rechnung tragen. Jedem Ungeborenen kommen Menschenwürde und ein Recht auf Leben zu. Legen wir das Leben in Gottes Hand und unterstützen die Mütter so, dass sie auch in schwierigen Situationen ein Leben mit ihrem Kind gut meistern und sich auf ein Leben mit ihrem Kind freuen können! Ein Sterben in Würde zu ermöglichen, ist ebenfalls eine zentrale Aufgabe der Politik."

Dr. Astrid Mannes, MdB, Wahlkreis 186 (Darmstadt)





Alexander Krauß

Alexander Krauß„Die Bundestagswahlen sind für das Lebensrecht von größter Wichtigkeit. Grüne, Linke, SPD und FDP wollen das Werbeverbot für den Schwangerschaftsabbruch kippen. Die Union hat dies bislang verhindert. Wenn es zu Rot-Rot-Grün kommt oder zu einer Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP, dann wird das Werbeverbot abgeschafft. Unser Ziel muss es deshalb sein, dass keine Regierung gegen CDU/CSU gebildet werden kann.

Der neue Bundestag wird auch über die Sterbehilfe entscheiden. Hier kommt es auf jeden einzelnen Abgeordneten an. Ich möchte nicht, dass alte und schwerkranke in den Selbstmord getrieben werden - wie dies zum Beispiel in den Niederlande der Fall ist.“

Alexander Krauß, MdB, Erzgebirgskreis I (Wahlkreis 164)


Josef Rief

Josef Rief„Lebensrecht gehört zur Grund-DNA unserer Partei. Unantastbar am Anfang und am Ende des Lebens.“

Josef Rief, MdB,  Wahlkreis 292, Biberach






Marc Henrichmann

Marc Henrichmann„Als Abgeordneter kann ich Ihnen versichern, dass sich die CDU/CSU-Bundestagsfraktion und auch ich persönlich für den Schutz des ungeborenen Lebens einsetzen, so wie sie es in der Vergangenheit auch getan haben.

Nach meiner Überzeugung stellt das Schwangerschaftskonfliktgesetz in Verbindung mit §§ 218 und 219 StGB einen gesellschaftlichen Kompromiss und eine rechtliche Lösung dar, zu der die Unionsfraktion steht. Ich sehe eine Debatte, die nur noch unter vermeintlichen „Freiheitsaspekten“ und nicht mehr über den Wert des Lebens geführt wird, mit höchster Sorge. Ich habe hier auch in verschiedenen Gesprächen beispielsweise mit Vertretern der Kirche Unterstützung in der Debatte im sog. Vorpolitischen Raum gefordert. Würde diese nicht geführt, wäre eine solche Debatte ansonsten über kurz oder lang auch im Parlament kaum mehr zu gewinnen. Dies gilt es nach Kräften zu verhindern. Deswegen danke ich Ihnen auch für Ihr Engagement.“

Marc Henrichmann, MdB, Wahlkreis Coesfeld/Steinfurt II


Dr. Michael Meister

Dr. Michael Meister„Das christliche Menschenbild ist das Fundament meiner politischen Arbeit. Deshalb trete ich ohne Einschränkung für das Recht auf Leben ein.“

Dr. Michael Meister, MdB, Direktmandat im Wahlkreis 188 (Bergstraße)







Emmi Zeulner

Emmi Zeulner„Für die Fraktion der CDU/CSU im Deutschen Bundestag steht fest: Jeder Mensch hat einen Anspruch auf Schutz – dies gilt auch für noch ungeborenes Leben im Mutterleib. Die Abschaffung des § 219a Strafgesetzbuch ist mit der CDU/CSU nicht durchzuführen. Hierbei führe ich die Artikel 1 und 2 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland an, die dem Staat untersagen, erstens unmittelbare Eingriffe in das menschliche Leben vorzunehmen und zweitens, den Staat dazu verpflichten, sich schützend und fördernd vor jedes menschliche Leben zu stellen – und dies gilt bereits für heranwachsendes Leben im Mutterleib.

Bei den letzten Koalitionsverhandlungen haben wir uns einem Kompromiss angeschlossen und bewirkt, dass ein Schwangerschaftsabbruch dann nicht strafbar ist, wenn die betroffene Frau dem § 218a StGB folgt und gemäß § 219 eine eingehende Beratung in Anspruch nimmt. Den Ausbau dieser lebensbejahenden Beratungsstellen gilt es einerseits weiterhin voranzutreiben. Andererseits ist es wichtig, dass sowohl Frauen, die sich gegen ein Kind entscheiden müssen als auch Ärzte, die hier unterstützend fungieren, nicht kriminalisiert werden. Denn entgegen mancher Darstellungen, macht sich keine Frau diese Entscheidung leicht und hinter jeder Betroffenen steht ein persönliches Schicksal.“

Emmi Zeulner, MdB, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Kulmbach, Lichtenfels, Bamberg-Land


Marco Wanderwitz

Marco WanderwitzLebensschutz war mir allzeit ein wichtiges Thema. Deshalb habe ich mich in dieser Wahlperiode beispielsweise gegen Lockerungen des §219a eingesetzt.

Marco Wanderwitz, MdB, Wahlkreis 163