24.03.2026
PM: CDL kritisiert Pläne zur Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern – Schlechterstellung der klassischen Familie
Am Montag, 23.3.2026, berichtete das Handelsblatt über Pläne der Bundesregierung, die Mitversicherung von Ehepartnern in der Krankenversicherung abzuschaffen. Hierzu nimmt die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben e. V. (CDL), Susanne Wenzel, wie folgt Stellung:
„Die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern würde zu einer deutlichen Mehrbelastung von Familien führen. Nach den vorliegenden Berichten sollen die Ehepartner einen eigenständigen Beitrag von 225 Euro im Monat (200 Euro GKV und 25 Euro PV) zahlen müssen, was zu einer Mehrbelastung des Haushaltseinkommens von 2.700 Euro im Jahr führen würde. Vor allem Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen würden die spüren. Frauen, die unbezahlt Familien- und Erziehungsarbeit zu Hause leisten, würden erheblich benachteiligt. Hinzu kommt, dass aufgrund einer dauerhaft unausgewogenen Ausgabenpolitik und des immer größer werdenden Defizits der Krankenkassen der Beitragssatz im nächsten Jahr um voraussichtlich 0,6 Prozentpunkte ansteigen würde, ebenso der Zusatzbeitrag.
Dass Reformen notwendig sind, ist unbestreitbar. Allerdings fehlt es ganz offensichtlich nicht an Einnahmen. Die Bundesregierung wäre aus Sicht der CDL gut beraten, sich einmal die Ausgabensituation anzusehen, insbesondere die strukturelle Fehlfinanzierung der Bürgergeldempfänger in Höhe von rund 10 Mrd. Euro muss angegangen werden. Dies würde bereits zu einer erheblichen Entlastung der GKV führen.
Stattdessen geraten gerade wieder einmal klassische Familienkonstellationen ins Visier der Sparüberlegungen. Frauen, die Familien- und Erziehungsarbeit leisten, sollen in die Erwerbstätigkeit gezwungen werden – zu Lasten ihrer Kinder und Familien. Dass diese Pläne ausgerechnet von einer christdemokratisch geführten Bundesregierung kommen, ist ungeheuerlich.
„Wir stellen Familien in den Mittelpunkt“, heißt es im Koalitionsvertrag. Gerade angesichts des andauernden Geburtenrückgangs sollten die Rahmenbedingungen für Familien und die Gründung von Familien erleichtert, Familien gefördert und unterstützt, aber nicht noch stärker belastet werden.“





