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06.08.2026

Neue bioethische Kampagne: von-Galen-Projekt

Seit 03.08.26 gibt es eine neue bioethische Kampagne: das "von-Galen-Projekt". Anlass ist die Predigt, die Kardinal Clemens August von Galen vor 85 Jahren, am 3. August 1941, noch als Bischof in St. Lamberti in Münster hielt und in der er die Ermordung kranker und behinderter Menschen durch das NS-Regime öffentlich anklagte.

Initiatoren des Projektes sind die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) gemeinsam mit der Stiftung „Lebensrecht für Alle“ und der Stiftung „Ja zum Leben“. Die Predigt gilt bis heute als eindrucksvolles Zeugnis kirchlichen Mutes und kompromissloser Verteidigung der Menschenwürde, heißt es zum Projektstart in einer ALfA-Presseaussendung. 

Mit dem neuen Projekt möchte die ALfA die Stimme von Clemens August von Galen in die Gegenwart holen und eine Plattform aufbauen, die die Lehre der Kirche in bioethischen Fragen hörbar macht. Das von Galen-Projekt startet mit Interviews von Geistlichen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen, die darüber sprechen, welche Bedeutung von Galen für sie hat, weshalb sein Auftreten bis heute inspiriert und warum wir seine Klarheit und seinen Mut gerade in der heutigen Zeit brauchen. Es soll wachsen und auf aktuelle bioethische Fragestellungen Antworten aus christlicher Perspektive ermöglichen. Die bisher aufgenommenen Videointerviews, Informationen zum Projekt und die bedeutendsten Predigten stehen auf der Internetseite www.vongalenprojekt.de zur Verfügung.

"Kardinal von Galen hat gezeigt, dass christliche Verantwortung nicht beim Mitgefühl stehen bleibt, sondern auch öffentlich Stellung bezieht, wenn Menschenwürde und Lebensrecht bedroht sind. Dafür hat er sein Leben riskiert. Dieser Löwenmut ist heute nicht notwendig, wohl aber das beharrliche Eintreten für diejenigen, deren Leben heute durch vorgeburtliche Selektion, Abtreibung und assistierten Suizid bedroht ist.", heißt es in der Mitteilung.

Im Mittelpunkt des Projekts stehe daher nicht so sehr die Erinnerung an ein historisches Zeugnis, sondern vielmehr die Frage, wie die Kirche heute in Debatten um Lebensschutz, Medizinethik und den Schutz vulnerabler Menschen Orientierung geben kann.

Das von Galen-Projekt hat sich daher zum Ziel gesetzt, biopolitische und bioethische Debatten nicht allein politischen und medialen Akteuren zu überlassen, sondern aus einer klaren ethischen Perspektive zu begleiten und so dazu beizutragen, die Stimme der Kirche als verlässliche, verständliche und mutige Stimme des Lebensschutzes zu stärken. 

Am 31. Oktober 2026 richtet die ALfA in Münster daher eine Tagung zu Kardinal von Galen und seinen Predigten aus dem Sommer 1941 aus.

Weitere Informationen:

Webseite zum von Galen-Projekt